Am 5. Dezember 2019 fanden sich ca. 30 Personen in der Galerie Kunst-Kontor von Friederike Sehmsdorf zur zweiten Sitzung der VALERE-Academy Potsdam ein. In wunderschönem Ambiente diskutierten wir erneut die Zusammenhänge zwischen den Wertvorstellungen der Menschen, ihren Weltbildern und der gesellschaftspolitischen Positionen, die sie einnehmen. Wesentliche Voraussetzung ist hierbei, die Herkunft dieser Werte, ihr Verhältnis zum Sein und der Erkenntnis einerseits, sowie zu Ethik und Recht zu verstehen. Diese grundlegende Erörterung ist immer inhaltliche Grundlage der VALERE-Abende.

Ein konkretes Beispiel für Weltbilder (und die am anderen Ende aus ihm entstehende Vorstellung von Ethik und Recht) konnten die Teilnehmer am „ökologisch-humanistischen“ Menschenbild genauer und durchaus kontrovers betrachten. Klar wurde, dass, wenn der Mensch als Zentrum der Werteordnung (zB wegen Scheiterns in seiner Spitzenrolle) durch Begriffe wie z.B. Nation, Natur oder Klima, die im Wesen unbestimmt sind, ersetzt wird, neue, zunächst meist unbedachte Auswirkungen entstehen. Definitionen werden dann zumeist „der Wissenschaft“ und „Experten“ übertragen, die aber oft gar nicht unbedingt einer “objektiven Wissenschaft“ verpflichtet sind, sondern Agenden, Interessen oder auch einen eigenen Glauben verfolgen. Die spannenden Fragen, die sich hieraus ergeben, wurden gemeinsam noch bis in den späten Abend erörtert. Die VALERE Academy Potsdam wird am 21.1.20 fortgesetzt.